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eingang001Einige Menschen träumen davon, mit einem rasanten Auto auf der Rennstrecke zu fahren. Mancher Sehrgutverdiener kann das auch in großem Stil ausleben, denn das Angebot an Rennwagen für Privatkunden ist groß. Hier sind der neue Mercedes-AMG SLS GT3 und neun weitere Boliden.

Mercedes-AMG ist ein Unternehmen, das höchst rasante Produkte anbietet. Doch wenn es die Kunden ernst meinten und einen echten Rennwagen ordern wollten, mussten sie bislang zur Konkurrenz wechseln. Das ändert sich jetzt. Der neue Mercedes-AMG SLS wird zur nächsten Saison nämlich auch als GT3-Rennwagen für den Kundensport verfügbar sein.

Dafür haben die Ingenieure den Flügeltürer noch weiter hochgerüstet, als er er ohnehin schon ist. Flügeltüren und andere Bauteile aus Karbon machen den Wagen leichter als das Serien-Pendant, fünf Zentimeter mehr Breite geben ihm eine bessere Straßenlage, und die gewaltig aufgerissenen Kühlöffnungen in der Frontpartie, in der Motorhaube und an den Flanken sind hilfreich, um die heiße Luft, die so ein Renner produziert, abdampfen zu lassen.

Auch im Innenraum wurde der GT3-Renner verändert. Aus Gewichtsgründen blickt man als Insasse entweder auf nacktes Blech oder blankes Karbon. Und alles, was zum schnellen Fahren nicht wirklich wichtig ist, wurde ausquartiert. Statt bequemer Ledersitze gibt es nur noch eine Rennschale, das Cockpit bildet ein einziger Monitor, das Lenkrad ist schlank und hat die Form eines Halbkreises, und auf dem Mitteltunnel sitzen ein paar Drucktasten. Neu im Innenraum ist dafür ein Überrollkäfig, ein Feuerlöschsystem und hinter dem Sitz ein Renntank mit Schnelleinfüllstutzen.

Die technischen Daten, die Mercedes-AMG zum GT3 bislang veröffentlicht, sind noch sehr dürftig. Fix ist, dass unter der Haube ein hochdrehender V8-Motor mit 6,2 Litern Hubraum werkeln wird, der wohl rund 600 PS entwickeln wird. Weil der GT3 im Augenblick rund vier Zentner weniger wiegt als das Serienmodell und das sequentielle Renngetriebe anders übersetzt ist, dürften die Fahrdaten deutlich besser sein. Das heißt in weniger als 3,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und mehr als 300 km/h Höchstgeschwindigkeit. Zum Thema Verbrauch schweigt der Hersteller bislang, ein Sparwunder wird der Renner jedoch kaum sein.

Wie viele der SLS-Rennwagen ausgeliefert werden, ist noch unklar; der Bestellprozess läuft gerade erst an. Und auch der Preis ist noch nicht festgelegt. "Der hängt nicht nur von der Stückzahl ab, sondern auch von den Vorgaben der Rennsportbehörde FIA, die den Wagen für die Saison 2011 zulassen muss", sagt AMG-Sprecher Johannes Riegsinger. Als ganz gute Schätzung gilt ein Preis von etwa 300.000 Euro für den SLS GT3.

Der demnächst startende Mercedes-Renner ist der vorläufig jüngste Zugang im Feld illusterer Supersportwagen, die in Europa, den USA oder auch China Wochenende für Wochenende die Rennstrecken stürmen und dort so schnell wie möglich im Kreis fahren. In der Leiste rechts sind die zehn wohl wildesten Kauf-Rennwagen versammelt.

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