Mo21052012

Letztes Update07:03:57 AM

Fastnacht

umzugAm 11.11. um 11:11 Uhr beginnt heutzutage die Fastnachtszeit oder die Karnevals-Saison. 

Interpretationen der Zahl gibt es viele. Zum einen gilt die Zahl als Symbol der Sünde und mahnt zur Umkehr. Sie ist die erste Zahl, die die zehn Gebote überschreitet.
Zum anderen bedeutet die 1 plus 1 die Einheit und Gleichberechtigung aller Jecken im Karneval.

Die Elf hat auch einen politischen Bezug. Seit der Französischen Revolution steht ELF für E = Egalité, L = Liberté und F = Fraternité (Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit).

Fastnacht
Als Karneval, Fastnacht, Fasnacht oder Fasching (auch: Fünfte Jahreszeit) bezeichnet man verschiedene Bräuche, mit denen die Zeit vor dem Aschermittwoch in Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumender Lebensfreude gefeiert wird.

Diese Bräuche haben sich in den zahlreichen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburgen mit spezifischen Eigenarten entwickelt. Weitere wichtige Einflüsse sind die Narretei, Lokalpatriotismus und die Verhöhnung der jeweiligen Machthaber zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Verspottete man in Mainz die Franzosen, so konnten in Köln die Preußen straffrei verballhornt werden, die nach dem Wiener Kongress das Rheinland und Westfalen annektiert hatten.
siehe auch > Wikipedia

Die Fastnacht ist in der kath. Kirche die Festzeit vor der am Aschermittwoch beginnenden Fastenzeit, die im weiteren Sinn mit dem Dreikönigsfest oder schon am 11.11. um 11.11 Uhr des Vorjahres beginnt.

In evangelischen Gegenden war sie durch Reformation, Aufklärung und Pietismus stark eingedämmt, erfreut sich aber seit Jahrzehnten auch hier steigender Beliebtheit. Man muss allerdings streng differenzieren zwischen dem Feiern der Fastnacht und dem Verstehen der eigentlichen Fastenzeit. Selbst Leute, die keiner christlichen Kirche angehören, also konfessionslos sind, machen beim fastnachtlichen Klamauk mit und es sind derer nicht wenige, die Fastnacht feiern und den geschichtlichen Hintergrund gar nicht kennen. Den Angehörigen der Spaßgesellschaft genügt die Ablenkung, der pure Spaß.

Die Fastenzeit ist in der kath. Kirche seit dem 4. Jahrhundert die 40-tägige Vorbereitungszeit (Aschermittwoch bis Karsamstag) auf das Osterfest. In diesen 40 Tagen fasteten früher die kath. Christen, d.h. es wurde weniger gegessen.

Heute, d.h. seit dem apostolischen Erlass, den Papst Paul VI. im Februar 1966 herausgab, sind Fasten und Abstinenz nur noch an Aschermittwoch und Karfreitag verpflichtend. Am Aschermittwoch, dem ersten Tag der Fastenzeit, wird den Gläubigen während der Messe als Zeichen der Buße ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet. Dabei wird gesprochen: "Gedenke Mensch, dass du aus Staub hervorgegangen bist und zum Staub zurückkehren wirst." Der Brauch ist vermutlich von Papst Gregor I. eingeführt worden und ist seit der Synode von Benevento 1091 üblich. Der lateinische Name "dies cinerum" (Aschentag) ist erstmals aus dem 8. Jahrhundert überliefert.

In der ev. Kirche spricht man übrigens nicht von der Fasten-, sondern von der Passionszeit (Johann Sebastian Bach ~ Johannes- und Matthäuspassion). In der evangelischen und anglikanischen Kirche gelten andere Arten des Fastens, wobei vor allem der Aspekt der Buße betont wird.

Der Sonntag vor Ostern, also der Sonntag, mit dem die Karwoche beginnt, heißt Palmsonntag (Palmarum). In Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem werden an diesem Tag in der kath. Kirche Palmzweige gesegnet und auch Prozessionen veranstaltet.

Traditionell gesehen wird während der Fastnacht die Ordnung auf den Kopf gestellt. Elemente davon haben sich bis heute in der Einsetzung von Narrenregierungen oder beim Aushändigen der Rathausschlüssel an Narrenzünfte erhalten.

Rosenmontag
Der Rosenmontag hat übrigens nichts mit Blumen (Rosen) zu tun. Der Name soll eine Umdeutung des lateinischen Worts "rorarii" (rosarii) sein. Genau übersetzt müsste er "rasender Montag" heißen und diese Bedeutung wird beim Dialekt einiger Regionen Deutschlands klar, bei dem man statt des Verbs "rasen" das Wort "rose" gebraucht. Und "rose" ist hierbei gleichbedeutend mit "toben, ausgelassen sein".

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