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FIFA Frauen-WM

02 wm-pokalDie Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, offiziell FIFA Women's World Cup oder FIFA Frauen-Weltmeisterschaft, ist ein Fußballturnier für Nationalmannschaften, durch welches der Fußballweltmeister der Frauen ermittelt wird. Veranstalter ist der Weltfußballverband FIFA. Das Turnier wird seit 1991 ausgetragen und findet analog zur Fußball-Weltmeisterschaft der Männer im vierjährigen Turnus statt, allerdings immer ein Jahr nach dem Turnier der Männer.

Amtierender Weltmeister ist Japan.

Das letzte Turnier fand 2011 in Deutschland statt.

Die Weltmeisterschaft 2015 wird in Kanada ausgetragen.

Qualifikation 

Um an der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen teilnehmen zu dürfen, müssen die Nationalmannschaften eine Qualifikation überstehen.

Während bei den meisten Konföderationen die jeweilige Kontinentalmeisterschaft gleichzeitig die Qualifikation ist, führt die UEFA seit 1999 eine separate Qualifikation durch. Bei den Weltmeisterschaften 1991 und 1995 dienten noch die jeweiligen Europameisterschaften als Qualifikation.

Das Gastgeberland ist automatisch für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Den einzelnen Kontinentalverbänden stehen abhängig von der Spielstärke unterschiedlich viele Startplätze zu.

Europa stellte zuletzt mit fünf Teilnehmern das größte Kontingent. Es folgten Nordamerika und Asien mit jeweils 2,5 Plätzen. Die drittplatzierten Mannschaften der Nordamerikameisterschaft und der Asienmeisterschaft ermittelten in Hin- und Rückspiel einen Teilnehmer. Südamerika und Afrika standen je zwei Plätze zu, während Ozeanien eine Mannschaft stellte.

Endrunde 

Die 15 qualifizierten Mannschaften spielen mit dem vorher bestimmten Gastgeberland in einem ca. drei Wochen dauerndem Turnier um den Titel des Weltmeisters.

In der ersten Turnierphase (Gruppenphase) sind die Mannschaften nach dem Zufallsprinzip in vier Gruppen mit jeweils vier Mannschaften unterteilt, wobei einige Mannschaften nach gewissen Kriterien (Gastgeber, Weltmeister, FIFA-Rangliste) gesetzt und die anderen Mannschaften aus vorwiegend regional orientierten Lostöpfen (Europa, Südamerika, Afrika, Asien) gezogen werden. Damit soll verhindert werden, dass zwei Mannschaften aus einem Kontinent in der Vorrunde aufeinander treffen. Eine Ausnahme bildet Europa, da es sich bei fünf Teilnehmern, aber lediglich vier Gruppen, nicht verhindern lässt, dass zwei europäische Nationalmannschaften in der Vorrunde aufeinander treffen.

Jede Mannschaft spielt in der Vorrunde je einmal gegen jede andere Mannschaft. Ein Sieg wird mit drei Punkten, ein Unentschieden mit einem Punkt bewertet. Die Gruppenersten und -zweiten erreichen das Viertelfinale, während die Gruppendritten und -vierten ausscheiden. Sollten zwei oder mehrere Mannschaften punktgleich sein, gibt es mehrere Kriterien, die eine Entscheidung herbeiführen. Zunächst zählt das bessere Torverhältnis. Sollte dieses ebenfalls gleich sein, zählt die Anzahl der geschossenen Tore.

Ab dem Viertelfinale geht es im K.-o.-System weiter. Das bedeutet, dass nur der Sieger in die nächste Runde einzieht, während der Verlierer ausscheiden muss. Steht es nach den regulären 90 Minuten unentschieden, geht das Spiel in die Verlängerung.

Bei den Weltmeisterschaften 1999 und 2003 wurde die Verlängerung nach der Golden-Goal-Regel gespielt, d.h. die Mannschaft, die in der Verlängerung das erste Tor erzielt, gewinnt das Spiel. Durch ein solches Golden Goal von Nia Künzer wurde die deutsche Mannschaft 2003 Weltmeister.

Diese Regel wurde jedoch wieder abgeschafft, so dass seit 2007 wieder eine komplette Verlängerung gespielt wird. Sollte nach der Verlängerung immer noch kein Sieger feststehen, wird das Spiel im Elfmeterschießen entschieden.

Im Viertelfinale treffen die Gruppenersten auf einen Gruppenzweiten einer anderen Vorrundengruppe. Frühestens im Finale könnten zwei Mannschaften aus der gleichen Vorrundengruppe erneut aufeinander treffen. Die Verlierer des Halbfinals spielen im so genannten „kleinen Finale“ um den dritten Platz. Die Gewinner des Halbfinals spielen im Finale um den Weltmeistertitel. Der Weltmeister erhält einen Pokal und darf den Titel bis zur nächsten Weltmeisterschaft tragen.

2007 erhielten die Teilnehmer erstmals Preisgelder. 2011 wurde der Betrag erhöht, nun erhält der Weltmeister ein Preisgeld von 1.000.000 $, der Vizeweltmeister 800.000 $.

Bei der Weltmeisterschaft 2015 wird das Teilnehmerfeld von 16 auf 24 Mannschaften erweitert.

Frühere Reglements 

Bei den ersten beiden Weltmeisterschaften nahmen nur 12 statt wie seit 1999 üblich 16 Nationalmannschaften am Turnier teil. Die Mannschaften wurden in drei Gruppen zu je vier Mannschaften aufgeteilt. Neben den Gruppensiegern und -zweiten erreichten die zwei besten Gruppendritten das Viertelfinale.

Zur Weltmeisterschaft 1999 wurde nicht nur das Teilnehmerfeld von 12 auf 16 Mannschaften vergrößert. Zudem galt die so genannte Golden-Goal-Regel, die aber inzwischen wieder abgeschafft wurde.

Die von der FIFA 2007 erwogene Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften bei der Weltmeisterschaft 2011 wurde wieder verworfen. Erst die Weltmeisterschaft 2015 wird mit 24 Mannschaften ausgespielt.

1991 betrug die Spielzeit 2 x 40 Minuten; ggf. um 2 x 10 Minuten verlängert, wie bei zwei Spielen im Viertelfinale.

Ab 1995 gelten auch die bei Männern üblichen Spielzeiten von 2 x 45 Minuten und 2 x 15 Minuten in der Verlängerung.

1991 bestanden die Kader aus 18 Spielerinnen, von 1995 bis 2003 waren es 20, seit 2007 sind es 21 Spielerinnen.

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