Ben Hur
"Ben Hur" ist eine Geschichte der Superlative
Judah Ben Hur (Charlton Heston) als Galeerensklave © Metro Goldwyn Meyer (MGM)
Schon der Roman "Ben Hur" des ehemaligen Generals und Politikers Lew Wallace aus dem Jahre 1880 wurde ein Welterfolg. Die Theaterversion lief 20 Jahre lang nunterbrochen am New Yorker Broadway. 1907 kam "Ben Hur" in einem Kintopp-Film zum ersten Mail auf die Leinwand. 1924 wurde unter der Regie von Fred Niblo die teuerste, technisch aufwendigste und erfolgreichste Produktion der Stummfilm-Ära verfilmt.
Der "Ben Hur" von 1959 schließlich ist der monumentalste aller Monumentalfilme. Über 16 Millionen Dollar flossen u. a. für 50.000 Statisten, 365 Sprechrollen, eine Million Requisiten und über 300 Dekorationen in einer Vorbereitungszeit von fünf Jahren und einer reinen Drehzeit von einem Jahr in den Cinecittà-Studios von Rom und Umgebung. Es war der erste Film, bei dem intensiv mit der Blue-Screen-Technik gearbeitet wurde.
Monumental war auch der Erfolg: Ben Hur war für 12 Oscars nominiert und bekam davon 11. Auch die Einspielergebnisse im Kino und die späteren Einschaltquoten im Fernsehen brechen alle Rekorde. Mit seinem legendären Wagenrennen, das in keiner Geschichte des Kinos fehlt, setzte "Ben Hur" einen Meilenstein.
Produzent Sam Zimbalist, der zuvor mit "Quo Vadis" Erfahrungen im "XXL-Genre" gemacht hatte, fand in William Wyler einen Regisseur, der den hohen Ansprüchen bezüglich Kunst und Logistik entsprach. Außerdem hatte der 1902 im Elsaß geborene Wyler schon bei der 1926er Version als Regieassistent mitgewirkt. Obwohl als "90-Takes-Wyler" wegen seines Drangs zur Perfektion bei den Darstellern verschrien, rissen sie sich doch um Rollen in seinen Filmen.







